Wenn die Brille nicht mehr ausreicht

Kennen Sie das ?

Sie können mit Ihrer herkömmlichen Brille keine Zeitung mehr lesen und das abendliche Fernsehprogramm nur schlecht erkennen?

Das Ausfüllen von Formularen bereitet Ihnen Schwierigkeiten?

Jeder Fünfte über 70 Jahre sieht, nach Angaben des „Kuratoriums Gutes Sehen“ (KGS), so schlecht, dass er mit seiner Standardbrille nicht mehr zurechtkommt.

Für viele dieser Sehprobleme gibt es optische Lösungen!

Zum Beispiel: Lupen, Spezialbrillen, kontraststeigernde Lampen und spezielle optische oder optoelektronische Vergrößerungsgeräte, bei denen die Vergrößerung angepasst werden kann und die den Kontrast verstärken.

Doch welches ist die richtige Sehhilfe für Sie ?

Wir listen hier die wichtigsten Beispiele auf. Am besten ist es aber, wenn Sie bei uns vorbeischauen, gerne mit einer Begleitperson und sich von unseren Spezialisten ausführlich beraten lassen.

Handlupen

Handlupen sind die am meisten eingesetzten Sehhilfsmittel. Sie werden auch gerne von normalsichtigen Menschen zum Erkennen kleiner Texte oder Details eingesetzt. Es gibt sie mit Vergrößerungen von 1,5 bis 15-fach. Mit zunehmender Vergrößerung nimmt der Lupendurchmesser ab. Bei hoher Vergrößerung muß die Lupe nah ans Auge und das Objekt nah an die Lupe gehalten werden.

Stand- oder Aufsetzlupen

Diese Lupen haben den Vorteil, daß sie auf die Lesefläche aufgesetzt werden können. Das Bild ist hiermit wesentlich ruhiger und dadurch besser erkennbar. Auch bei einem Tremor ist dies ein riesengroßer Vorteil.

Alle Hand- und Standlupen gibt es auch mit integrierter Beleuchtung. Hierdurch wird der Kontrast des Lesegutes erheblich gesteigert und die Erkennbarkeit und Lesegeschwindigkeit verbessert.

Die meisten Leuchtlupen verfügen heute über eine LED Beleuchtung. Dies ermöglicht durch den geringen Energieverbrauch eine netzunabhängige, kabellose Benutzung und der Birnenwechsel entfällt.

Lupenbrillen

Lupe in der Brille. Besonders starke Lesebrillen mit über 4 Dioptrien. Beidäugige Versorgungen sind bis zu einer 3 fachen Vergrößerung möglich. Einäugig bis etwa 12 fache Vergrößerung realisierbar. Vorteile dieser Hilfsmittel sind die großen Sehfelder, gerade bei Makuladgeneration. Mit zunehmender Vergrößerung reduziert sich der Leseabstand erheblich. Bei einer 3 fachen Vergrößerung ist der Gebrauchsabstand 8,5 cm.

Fernrohrlupenbrillen

In das Brillenglas wird ein kleines Fernrohr eingebaut und mit einer Aufstecklupe verseghen. Man kann eine 1,5 bis etwa 10 fache Vergrößerung erreichen. Es gibt auch Systeme mit einer Drehfokusierung die von Fern- bis Nah einstellbar sind. So kann man die Fernrohrlupenbrille auch für entfernte Objekte nutzen. Fernrohrlupenbrillen sind bei geringeren Vergrößerungen durch den gegenüber Lupenbrillen größeren Arbeitsabstand auch zum Notenlesen, Schreiben oder Basteln geeignet. Allerdings ist das Sehfeld erheblich geringer.

Bildschirmlesegeräte

Wenn optisch vergrößernde Sehhilfen nicht mehr zum Leseerfolg führen kommen Bildschirmlesegeräte zum Einsatz. Hier wird durch eine Kamera das Bild auf einen Monitor wiedergegeben. Unter dem Bildschirmlesegerät befindet sich meist ein Kreuztisch um eine gleichmäßige horizontale und vertikale Bewegung des Schriftstückes zu erzielen. Mit etwas Übung kann unter dem Bildschirmlesegerät auch geschrieben werden. Der Monitor ist zwischen 19 und 24“ Zoll groß. Die Vergrößerung kann bis zu 70 fach betragen. Je nach Empfindung kann die Schriftwiedergabe in verschiedenen Farbkombinationen erfolgen. Die Bedienung ist durch Autofokus und wenige Knöpfe relativ einfach. Die neueste Entwicklung sind Bildschirmleseräte mit integrierter Vorlesefunktion.

Elektronische Leselupen

Die elektronische Leselupe funktioniert wie ein Bildschirmlesegerät. Über eine Kamera wird das Bild aufgenommen und auf einem Display wiedergegeben. Die Größe des Displays liegt zwischen 3,5 und 12“ Zoll. Die elektronische Leselupe wird über das Schriftstück bewegt um den Text zu lesen. Die Vergrößerung liegt zwischen 2 und etwa 22-fach.

Sie können im und außer Haus genutzt werden, zum Beispiel beim Einkaufen oder Lesen von Speisekarten.

Monokulare

Das Monokular ist ein kleines, einäugig zu nutzendes Handfernrohr. Es dient zur Orientierung in der Ferne (Straßenschilder, Hausnummern) oder kann auch auf nahe Objekte eingestellt werden (Schaufenster oder Fahrpläne).

Die Vergrößerung liegt zwischen 2 und 10-fach. Es sollte nicht vorrangig auf eine hohe Vergrößerung geachtet werden, da eine geringere Vergrößerung durch das größere Sehfeld eine bessere Orientierung ermöglicht.

Blendschutz und Kantenfilter

Für viele Menschen nimmt im Alter die Blendempfindlichkeit erheblich zu. Die kurzwelligen Lichtanteile können die Netzhaut zusätzlich schädigen. Normale Lichtschutzbrillen nehmen zu viel Helligkeit, der Kontrast im Schatten nimmt rapide ab und man kann Stufen oder Unebenheiten leicht übersehen.

Kantenfilter filtern neben dem UV-Anteil auch Bereiche des blauen oder grünen Lichtanteiles heraus. Dieser Anteil führt auf der Netzhaut zu einer Überstrahlung und kann sie zusätzlich schädigen. Durch die persönlich richtige Wahl (Probe tragen), kann die Blendung stark reduziert werden und der Kontrast ist auch im Schatten gesteigert.

Licht und Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung hat entscheidenden Einfluss auf die Lesefähigkeit. In vielen Fällen kann durch die Wahl der richtigen Leuchte eine zusätzliche Vergrößerung reduziert werden. Es gibt speziell zum Lesen entwickelte Schreibtischleuchten oder Standleuchten in verschiedenen Lichtfarben. Die meisten Leuchten haben eine LED Technik. Die Leuchten entwickeln keine Wärme und haben eine extrem lange Lebensdauer.

Für eine ausführliche Beratung und Erprobung von Sehhilfsmitteln bitten wir um eine Terminvereinbarung.

Hier nehmen sich unsere Spezialisten 2 Stunden Zeit für Sie und ermitteln in einem ausführlichen Gespräch Ihren Sehbedarf und probieren mit Ihnen die geeigneten Sehhilfen aus.  

Möchten Sie mehr Informationen über Vergrößernde Sehhilfen?

Senden Sie uns bitte Ihre Wünsche/Fragen in dem Formular, wir melden uns bei Ihnen.